Stellungnahme der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen zum Entwurf der Neufassung des Universitätsgesetzes, eingereicht auf der Parlamentshomepage, 12.1.2021

Die Stellungnahme auf unserer Homepage: http://www.ig-elf.at/index.php?id=107

Die Stellungnahme als PDF.

12/01/2021 at 20:39 Hinterlasse einen Kommentar

Heutiger Aktionstag zur UG-Novelle: Treffpunkte, Stellungnahmen, Livestreams

Heute findet der Aktionstag gegen die UG-Novelle statt, umfassende Infos sind unter https://bildung-brennt.at/aktionstag/ zu finden, die Demoroute für Wien unter: https://www.facebook.com/wiederbrennen/posts/236358194525581

Für die IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen wird Stefan Ossmann bei der Abschlusskundgebung am Karlsplatz sprechen, voraussichtlich ab 18:45.

Er wird dabei Auszüge aus unserer Stellungnahme zur UG-Novelle präsentieren, vollständig zu lesen wird es diese spätestens morgen geben.

IG LektorInnen Treffpunkt:
18:15 vor der Karlskirche links – am Fuß jener Säule, die sich Richtung Wienmuseum befindet
(mit Maske und Abstand – warme Schuhe empfohlen!)

Wer die gesamte Demo mitgehen möchte: Als Sammelpunkt bietet sich das Banner mit dem Slogan „§109 Nein!“ an, das der von #Bildungbrennt gegründete Arbeitskreis zum §109 ankündigt. Die von diesem Arbeitskreis verfasste Stellungnahme kann gelesen werden unter: https://bildung-brennt.at/ueber-die-ug-novelle/stellungnahme-zu-paragraph-109/

**

Online-Demo:

Von #Bildungbrennt erstellte Bildschirm- und Zoomhintergründe befinden sich zum Download unter: https://bildung-brennt.at/material/

Link zum Livestream:
https://linktr.ee/uns.reichts

Onlinestream der ÖH:
https://www.facebook.com/events/236480911226077/

Hashtags: #ugnovelle #bildungbrennt

12/01/2021 at 10:04 Hinterlasse einen Kommentar

Einladung zur nächsten Sitzung, 19.1.2021

Die nächste Sitzung der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen findet am Dienstag, 19. Jänner 2021 um 18:00 Uhr statt.

Link für Zoom:

https://zoom.us/j/97921014230?pwd=T09UOWgwWGtMUEVFcGk4VjhWZEQ2Zz09

Meeting-ID: 979 2101 4230
Kenncode: 675865

11/01/2021 at 08:29 Hinterlasse einen Kommentar

109er in Deutschland: Artikel auf Jacobin.de zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Jacobin.de veröffentlichte heute einen Beitrag, der das deutsche Pendant zur gerade heftig diskutierten Novellierung des Paragraphen 109 des österreichischen Universitätsgesetz behandelt, nämlich das Wissenschaftszeitvertragsgesetz:

https://jacobin.de/artikel/hochschuljobs-befristung-wissenschaftszeitvertragsgesetz-forschung-wisszeitvg/

Hier ein paar der relevantesten Passagen:

„Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz prekarisiert die Forschenden und verschlechtert den akademischen Betrieb. Kritische Wissenschaft braucht Dauerstellen.

(…)

Das in Deutschland sonst geltende Arbeitsrecht wird durch das WissZeitVG in mehrfacher Hinsicht ausgehebelt: Da die maximale Befristungszeit auf beliebig viele Verträge mit unterschiedlichen Laufzeiten von zum Teil nur wenigen Monaten gestückelt werden kann, führt das WissZeitVG in der Praxis zu extremer beruflicher und finanzieller Unsicherheit. Da Hochschulen nach Belieben und ohne Sanktionen auf einen Anschlussvertrag verzichten können, laufen die anderswo wirksamen Regelungen zum Kündigungsschutz selbst bei Kranken, Schwerbehinderten oder Schwangeren ins Leere, da ihre Verträge einfach auslaufen, aber kein Anspruch auf Verlängerung besteht. Eine wissenschaftliche Karriere birgt so das ständige Risiko, nach Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit vor dem Nichts zu stehen.

Auch ist es keinesfalls so, dass Menschen nach Ablauf der zwölf Jahre verlässlich ein unbefristetes Anstellungsverhältnis erwartet – im Gegenteil. Um die wenigen Lebenszeitprofessuren herrscht eine starke Konkurrenz, sodass im Durchschnitt drei von vier Personen, die die höchste Qualifikationsstufe erreicht haben, die Wissenschaft am Ende dennoch verlassen müssen. Dies geschieht keinesfalls, weil sie weniger hochwertige Arbeit leisten würden als die, die eine Professur bekommen, oder weil sie in der Wissenschaft in dieser Zahl nicht mehr gebraucht würden. Es liegt schlicht an dem durch die Gesetzeslage begünstigten Mangel an unbefristeten Stellen für wissenschaftliches Personal.
(…)
Das hochqualifizierte Personal, das mit Mitte 40 – nach jahrzehntelanger Ausbildung – zu einem in diesem Alter wenig aussichtsreichen Berufswechsel gezwungen ist, wird durch die jüngeren, wissenschaftlichen Absolventinnen und Absolventen ersetzt, die sich noch nach WissZeitVG befristen lassen. Auf diese Weise entsteht eine Personalrotation, die in der Öffentlichkeit gerne mit dem Bedarf an frischen Ideen verteidigt wird, de facto aber nur dazu dient, unbefristete Arbeitsverträge so weit wie möglich zu vermeiden.

Tatsächlich ist die Befristungsquote in der Wissenschaft deutlich höher als in anderen Branchen: Während 2019 knapp 12 Prozent der in Deutschland abhängig Beschäftigten in befristeten Arbeitsverhältnissen waren, geht die Wissenschaft einen Sonderweg mit derzeit 78 Prozent befristetem Personal.
(…)
Auch die wissenschaftliche Arbeit leidet: Anstatt sich der eigenen Forschung zu widmen, werden Bewerbungen geschrieben. Kreativität wird durch Existenzsorgen beeinträchtigt.“

 

Kurzer Kommentar (von Anton Tantner):

1) Leider fehlt der Hinweis auf die Organisierungen der letzten Jahre in Deutschland (also NGAWiss), vielleicht wurde das Wissen darum von den drei AutorInnen schlicht vorausgesetzt; verwiesen wird auf die folgenden 95 Thesen: https://95vswisszeitvg.wordpress.com/

2) Wege aus dem Dilemma werden bei all der korrekten Analyse und Kritik nur sehr zart angedeutet, aus dem Artikel zu extrapolieren wäre die Forderung nach mehr Dauerstellen, wozu neben mehr Finanzierung teils Gesetzesänderungen nötig sind, teils eine geänderte Einstellung der Univerwaltungen.

08/01/2021 at 14:31 Hinterlasse einen Kommentar

Online-Veranstaltung: UG 2020 – Von der Kritik zum Widerstand? Onlinediskussion Nr.2 – 5.1.2021, 17:30

Wir laden zur Fortsetzung unserer Online-Diskussion über das UG ein:

UG 2020 – Von der Kritik zum Widerstand? Nr.2

Di, 5.1.2021, 17:30-19:00
Online-Veranstaltung, Tool: Zoom

https://zoom.us/j/95386363114?pwd=L2I0eXpsSXcwSWFlVndrQU5NREsvQT09

Meeting-ID: 953 8636 3114
Kenncode: 093469

Organisiert von den Basisgruppen Dok*Phil, Dok SoWi, IG KSA und der IG LektorInnen

02/01/2021 at 12:01 Hinterlasse einen Kommentar

Anton Tantner: Gegen Prekarität – für gute Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft – Redebeitrag zur #Bildungbrennt-Demo, 19.12.2020

Heute fand im Wiener Resselpark die Demo Advent, Advent, die #BILDUNGBRENNT statt, die von Anton Tantner für die IG LektorInnen gehaltene Rede ist auf unserer Homepage abrufbar:

Gegen Prekarität – für gute Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft. Redebeitrag zur Demonstration ADVENT, ADVENT, DIE #BILDUNGBRENNT Wien – Resselpark, 19.12.2020

Die Rede als PDF: Tantner_UG_Rede_20201219

19/12/2020 at 18:04 Hinterlasse einen Kommentar

UG 2020 – Von der Kritik zum Widerstand? – Folien der Veranstaltung

Gestern fand unsere äußerst gut besuchte Veranstaltung zur geplanten Novelle des Universitätsgesetzes statt, eine Folgeveranstaltung Anfang Jänner vor der Einreichsfrist für Stellungnahmen auf der Parlamentshomepage ist bereits in Planung.

Die gestern präsentierten Folien sind nun zugänglich: UG-Novelle_Folien_DokPhil-IGKSA-IGLektorInnen

16/12/2020 at 13:28 Hinterlasse einen Kommentar

Online-Veranstaltung: UG 2020 – Von der Kritik zum Widerstand? Studierende und Lehrende diskutieren – 15.12.2020, 18:30

Wir laden zu einer Online-Veranstaltung ein:

UG 2020 – Von der Kritik zum Widerstand? Studierende und Lehrende diskutieren

Di, 15.12.2020, 18:30-20:00
Online-Veranstaltung, Tool: Zoom

https://zoom.us/j/93959434007?pwd=YURiWWNTb1g0NW0xUDVMb3NRc3Bwdz09
Meeting-ID: 939 5943 4007
Kenncode: w72Ac8

Organisiert von den Basisgruppen Dok*Phil, Dok SoWi, IG KSA und der IG LektorInnen

04/12/2020 at 08:29 Hinterlasse einen Kommentar

Stellungnahme der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen zum Entwurf der Neufassung des Universitätsgesetzes, Wien 3.12.2020

Wien, am 3.12.2020

Der vorgelegte Ministerialentwurf zur Änderung des Universitätsgesetzes setzt den seit Jahrzehnten eingeschlagenen Weg der Entdemokratisierung der österreichischen Universitäten und der Einschränkung eines selbstbestimmten Studiums fort.

Von besonderer Bedeutung für die große Mehrheit der an den Universitäten Beschäftigten ist die im Entwurf festgeschriebene Beschränkung der Dauer befristeteter Arbeitsverhältnisse: Hier fordern wir sofortige und verbindliche Regelungen für die Entfristung der betroffenen Kolleg*innen.

Für die Zukunft fordern wir eine grundsätzliche Trendwende: eine Universitätsorganisation, die wieder demokratische Zustände an den österreichischen Universitäten herstellt, und Personalmodelle, die gute Arbeitsverhältnisse garantieren.

 

Die Stellungnahme auf unserer Homepage: http://www.ig-elf.at/index.php?id=105

Die Stellungnahme als PDF.

04/12/2020 at 08:21 Hinterlasse einen Kommentar

NGAWiss: Berechnung von Personalmodellen für deutsche Unis – Alternativen zur Prekarität

Unsere deutschen KollegInnen von NGAWiss haben ein bedeutendes Stück Arbeit geleistet und Personalmodelle berechnet, die Alternativen zur derzeitigen Beschäftigungssituation an den Universitäten bieten.

Das Papier sowie eine Einladung zu einer öffentlichen Online-Diskussion am Freitag, 4.12.2020 sind abrufbar unter:

https://mittelbau.net/diskussionspapier-personalmodelle/

23/11/2020 at 18:02 Hinterlasse einen Kommentar

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